Die Kulturvereinigung Altes Kino Mels ist seit 25 Jahren eine der führenden Anbieterinnen von kulturellen Anlässen im Sarganserland. Daneben ist das Haus ein Ort der Begegnung, in der regionalen Öffentlichkeit stark verankert und ein bevorzugter Auftrittsort für KünstlerInnen.
Sa 28.01.2012, 20:15 UhrTheater
«Stosszeit»
Das neue Stück von Gisela Widmer handelt vom Wahnsinn der Mobilität, von Pendlerströmen und vom gehetzten Rennen gegen die Zeit. Dieser Wahnsinn, der zweimal täglich die Schweiz erfasst, wird von kaum jemandem als Wahnsinn wahrgenommen; ausser von unserer Protagonistin. Sie, Stewardess einer Elvetino-Minibar, zieht eines Tages mitten in einem Tunnel die Notbremse und bringt den Pendlerstrom zu einem abrupten Stillstand. Doch keiner dankt es ihr. Im Gegenteil… Mit: Annette Windlin (Spiel) und Christian Wallner (Musik). Das Stück «Stosszeit» wird unterstützt von der Pro Helvetia.
Felix Krull ist mit allen Wassern gewaschen. Schamlos nützt der bürgerliche Nichtsnutz seinen Charme und seine Verführungskünste für seinen gesellschaftlichen Aufstieg aus und wickelt mit seiner Hochstapelei alle um den Finger. In seinem Soloabend erweckt der deutsche Film- und Theaterschauspieler Volker Ranisch die Romanfigur aus «Die Bekenntnisse eines Hochstaplers» von Thomas Mann zum Leben und unterhält mit viel Wortwitz.
Mit dem in Mels wohnhaften Bündner Singer/Songwriter Ernst Eggenberger und Riccarda Vedana (ehemals Mitglied der Emser A-cappella-Formation Acavoce) haben sich zwei gefunden, die sich musikalisch verstehen. ErRic Is Blue heisst das Projekt und ist am besten beschrieben, wie es eine deutsche Zeitung gemacht hat: «Ein Blues-Balladenabend voller Kraft, Poesie und Schönheit mit virtuoser Gitarrenarbeit und einer traumhaften Stimme, bei der man Leidenschaft spürt.» An diesem Abend sind die Lieder ab der ersten gemeinsamen CD «Before It’s Broken» mit Bandbegleitung zu hören.
Maya Hofer (Gymnasiallehrerin, Germanistin, Psychologin) bespricht lesenswerte literarische Neuerscheinungen aus dem letzten Jahr, Elmar Brunner (Gymnasiallehrer, Schauspieler, Regisseur) liest kurze Ausschnitte daraus vor. Romane, Krimis, Erzählungen, Lyrik - in jedem Fall kluge und gute Unterhaltung für alle Literaturinteressierten!
Zum zweiten Mal findet der Fasnachtsanlass Ischnätzlätä im Alten Kino statt, moderiert vom Böllni Buäb und mit zahlreichen Schnitzelbank-Koryphäen aus nah und fern: unter anderen den Nörgelern und Vacansern aus Sargans, Güsel-Güggsli und Gian Gieri aus Mels und den Teppichchlopfern aus Vilters-Wangs.
Billette à 10 Franken (keine Vergünstigung für Mitglieder) gibt es ab Mitte Januar exklusiv im Kinder- und Jugendbuchladen Paprika auf dem Dorfplatz in Mels.
Mit ihrer unvergleichlichen Klangästhetik und aussergewöhnlichen Besetzung verzaubern Asita Hamidi’s Bazaar das Publikum und nehmen es mit auf eine Reise durch Zeit und Raum. Inspiriert von skandinavischen und orientalischen Wurzeln – und immer bereit für einen Schritt mehr, um Neuland zu entdecken. «Helix» heisst ihr neues Programm. Ein Werk gleich einer stetig aufwärts strebenden Spirale. Bandbesetzung: Asita Hamidi (Elektronische Harfe, Gesang), Björn Meyer (Bass, Gesang), Bruno Amstad (Gesang, Soundeffekte), Kaspar Rast (Schlagzeug, Perkussion).
Urknall, Evolution, Arche Noah, Frauenschwemme im Bundesrat… die Zeit vergeht schneller, als man denkt. Wenn Sie mit Lichtgeschwindigkeit durchs All fliegen, können Sie die Uhr bremsen. Wenn Sie allerdings einkaufen müssen, und die Läden machen um halb sieben zu, dann sieht es wieder anders aus. Die einen glauben in all dem an eine göttliche Intelligenz und Schönheit, die überall ist, ausser im Thurgau, die andern glauben eher an den Affen, der zum homo sapiens wurde mit seinem aufrechten Gang, und an die treibende Kraft dahinter, die Mütter, die ihren Kindern seit 60'000 Jahren sagen: Steh gerade! Was aber erwartet uns in der Zukunft? Fest steht: Die Zukunft kommt. Auch wenn es Leute, ach was, ganze Parteien gibt, die denken, dass sie nicht kommt.In seinem brandneuen Programm «Big Bang» bietet Lorenz Keiser fünf Milliarden Jahre Zeitgeschichte in zwei Stunden - einfacher und schneller kommen Sie nie mehr zu einer umfassenden Halbbildung. Ein wichtiges update für Ihr Komik-Betriebssystem!
Als Wäscherin hat sie angefangen, als Sekretärin ist sie aufgestiegen und als Souffleuse ist sie unter die Bühne abgestiegen. Auch mit ihrem neuen Programm «Die Schneiderin» ist die grossartige Clownfrau erneut im Alten Kino zu Gast. Es sind die Bretter des Schneidertisches, die ihr jetzt die Welt bedeuten. Mit dem aktuellen Programm erschaffen Gardi Hutter und Michael Vogel (Familie Flöz) ein Theaterstück über die Endlichkeit des Seins und die Unendlichkeit des Spiels.
Plüsch tauchten 2002 praktisch aus dem Nichts auf und wurden innert kürzester Zeit zu einer der ganz grossen Mundartnummern des Landes. Die drei Alben „Plüsch" (2002), „Sidefiin" (2004) und „Früsch gwäsche" (2006) schlugen ein wie eine Bombe. Plüsch füllten landauf-, landab die Konzerthallen.
Songs wie „Heimweh", „Häbs guet", „Wunder passiere", „Irgendeinisch", „Schwein Gha", „Schlaraffeland", „Jede Dag (u jedi Nacht)" oder „Ufo" wurden zum nationalen Liedgut und in den Radios auf- und abgespielt. Mit alten und neuen Lieder gehen Alexander Balajew, Andreas Hunziker, Roger Meier, Andreas (Ritschi) Ritschard und Simon Ryf im Frühjahr 2012 auf Tour.