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«Die Ballade vom traurigen Café»

«Die Ballade vom traurigen Café»

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19.03.2016 Samstag - 20:15 Uhr
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Carson McCullers (1917-1967) Novelle spielt im tiefsten Süden der USA. Dort, wo die latzhosentragende Miss Amalia lebt. Wo Vetter Lymon, der bucklige Fremde, Miss Amalias Herz zu erobern scheint. Bis ihr aus dem Gefängnis entlassener Ex-Mann wieder auftaucht. Eine tragische Dreiecksgeschichte über die im Leben zu kurz Kommenden, über Sehnsucht, Verrat, bittere Enttäuschung und kurzes Glück. Es spielen in der Mundartfassung von Cornelia Montani: Joe Fenner, Cornelia Montani, Daniel Schneider und Kristian Trafelet unter der Regie Klaus Henner Russius.

«Die kleine Stadt ist trostlos; da ist nicht viel ausser der Baumwollspinnerei, den Hütten für die Arbeiter, einer Kirche mit zwei bunten Glasfenstern und einer schäbigen Hauptstrasse. Das grösste Haus, in der Mitte der Stadt, ist mit Brettern vernagelt und droht einzustürzen.»

So beginnt Carson McCullers Novelle «Die Ballade vom traurigen Café». Doch das vernagelte Haus kannte bessere Zeiten – erst als Kaufladen, wo Miss Amelia allerlei Landesprodukte und den selbstgebrannten Whisky verkaufte, später gar als Café. Entstehung und Beliebtheit verdankt das Café einem Buckligen, der eines Tages zerlumpt und mutlos bei Miss Amelia auftaucht und sich als ihr Vetter Lymon vorstellt. Zur Verblüffung aller nimmt die unnahbare Miss Amelia den Buckligen bei sich auf, kümmert sich sogar liebevoll um ihn. Dank seines unbekümmerten Wesens und Miss Amelias erstaunlicher Wandlung zur Gastgeberin wird das Café bald zum warmen, hellen Treffpunkt des Ortes.

Während hier die Menschen ihr neues Glück geniessen, sinnt in einem fernen Zuchthaus ein Mann auf Rache. Kaum entlassen, kehrt dieser in die Stadt zurück. Und da findet er einen unerwarteten Komplizen für seine düsteren Pläne.

Für Tennessee Williams war Carson McCullers «eine der bedeutendsten modernen Autorinnen Amerikas, wenn nicht der Welt».

Spiel/Musik: Cornelia Montani, Joe Fenner, Daniel Schneider, Kristian Trafelet. Regie: Klaus Henner Russius. Ausstattung: Bernadette Meier. Licht: Joe Fenner. Fotos: Bernhard Fuchs. Grafik: Sophie Murer.

 

Die «Aargauer Zeitung» hat zur Premiere von «Die Ballade vom traurigen Café» im Januar im ThiK in Baden geschrieben:

Die Einöde des Südstaaten-Kaffs, das Schauplatz für «Die Ballade vom traurigen Café» ist, wird auf der Bühne des ThiKs, Theater im Kornhaus, nur mit drei verwitterten Brettern dargestellt. Die ganze Szenerie vermittelt Hitze und Einsamkeit. Cornelia Montani, Joe Fenner, Daniel Schneider und Kristian Trafelet sitzen in Farmerkluft auf rostigen Tonnen und alten Holzkisten. Man spürt, dass die Vier innerlich hoch konzentriert sind. Denn sie werden in ihrer Mundart-Version der tragischen Dreiecksbeziehung von Miss Amalia, ihrem Ehemann Marvin Macy und dem buckligen, zwergwüchsigen Vetter Lymon gleichzeitig Akteure und Geschichtenerzähler sein, dazu Live-Musik auf mehreren Instrumenten machen und singen. Das Verweben der verschiedenen Elemente zu einer manchmal geradezu beklemmenden atmosphärischen Dichte gelingt ihnen schon bei der Premiere absolut hervorragend. Dabei verzichten sie in der spröden optischen Umsetzung ihres musikalischen Erzähltheaters unter der Regie von Klaus Henner Russius auf jeglichen Schnickschnack.

Preis
30 Franken
24 Franken (für Vereinsmitglieder)

Vorverkaufsstellen
Kinder- und Jugendbuchladen Paprika, Mels

Rollstuhl-Plätze
» allgemeine Informationen

Website
www.cornelia-montani.ch

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